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Presse
Titel: Bericht FNP

Printausgabe vom 23.10.2007
Wer am schnellsten rennt und am wenigsten Stroh verliert, gewinnt




Beim Schubkarrenrennen während der Kerb in der Mörfelder Langgasse war die Gaudi groß.

Mörfelden-Walldorf. Während der Merfeller Kerb wird vier Tage lang kräftig gefeiert. Die Kerweborschen veranstalteten am Sonntag erstmals wieder seit mehreren Jahren das Schubkarrenrennen in der Mörfelder Langgasse. Dabei mussten die Teilnehmer es schaffen, einen Handwagen mit Strohballen möglichst schnell durch einen Parcours zu befördern. Auch einige Hindernisse galt es zu überqueren. Wegen des regnerischen Wetters hielt sich der Zuspruch der Zuschauer in Grenzen. Dennoch waren die Gaudi und die Stimmung sehr gut. Letztlich bedauerten die Gäste, dass sich die Sonne nur so wenig zeigte. „Petrus hat uns dafür am Samstag verwöhnt“, meinte Dagmar Sensche vom Kerweverein.

Zu Beginn traute sich niemand, bei dem Rennen mitzumachen. Doch Kerweborsch Matthias Rabe erlaubte sich einen besonderen Spaß. Er schob einfach einen Kinderwagen durch den Parcours. Auch Vater Marcel Neufeld amüsierte sich, wie sein Junge im Kinderwagen plötzlich den Parcours absolvieren musste. Schließlich gab es doch einige Wagemutige. Der Kerwevadder von 2007, Christian Küchler, und sein Vorgänger Falk Fleischer lieferten sich ein spannendes Duell. Die Zuschauer waren davon beeindruckt und amüsierten sich darüber, wie Fleischer ins Ziel stürzte. Für den Sieger des Schubkarrenrennens gab es einen Pokal, für den zweiten Preis 15 Euro für ein Mittagessen beim „Bach-Michel“ im Gasthaus Zum Wiesenthal in der Langgasse. Der Drittplatzierte erhielt fünf Euro.

Der Kerweborschverein verkaufte vor dem Mörfelder Museum Kaffee und Kuchen. Zahlreiche Helfer waren im Einsatz. „Der Erlös fließt komplett in unsere Vereinskasse“, erklärte Dagmar Sensche, die Frau des Vorsitzenden Ulrich Sensche. Beide zogen eine positive Kerb-Bilanz. Der Standort am Dalles habe sich bewährt, dort ist die Kerb seit rund zehn Jahren beheimatet. „Hier ist es gemütlicher als am Festplatz, der zu weit abseits ist. Auch der Zuspruch ist am Dalles viel größer“, fasst Sensche zusammen.

Gestern machten die Kerweborschen sowie die Altkerweborsch eine Tour durch die Mörfelder Kneipen. Sie zogen in die Keglerklause, in den Hexenkessel, in die SKV-Gaststätte Zum Sattler, in den Goldenen Apfel, in den Schützenhof („Kassan“) sowie in das Gasthaus Zum Wiesenthal. Dort begrüßten sie den neuen Eigentümer Bach-Michel. Trotz des Wechsels wird die Traditions-Gaststätte im Volksmund weiter „Bach-Dickhaut“ genannt. Die Gruppe wurde angeführt von Kerwevadder Christian Küchler, den Beiväddern Christian Wolf und Sascha „Lumpi“ Riess sowie Fahnenträger Marcel Gharbi. Der Tag begann für die Kerweborschen nach einen kurzen Nacht schon zeitig um 9.30 Uhr. Sie frühstückten im Café am Dalles, wo sie von Inhaberin Katharina Theodoridou sowie Mitarbeiterin Ria Madjahr bewirtet wurden. Nach dem üppigen Frühstück sangen die 16 Kerweborschen laut „Dem Spender sei ein Trulala“. In den Kneipen erklangen dann bis zum Abend noch viele Stimmungslieder.

Heute endet die Merfeller Kerb. Der Karussellbetrieb ist von 14 Uhr an geöffnet. Um 19 Uhr wird die Kerwebopp auf dem Mörfelder Dalles verbrannt. Dann werden nochmals viele Schaulustige erwartet. Für Spannung dürfte die Verlosung der Gewinner des Kerwe-preisrätsels sorgen. Anschließend wählen die Kerweborschen den Kerwevadder für 2008. (dib)



Verfasst am: 23.10.2007
Kerweborsch aktuell:
Letzte Änderung:
04.09.2010
 
Nächste Kerb:
15. bis 19. Oktober 2010
 
Kerwevadder 2010
Christoph Geiss