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| Presse |
Titel: Bericht FNP
Printausgabe vom 22.10.2007
Hoch lebe die Kerb!
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Rund zwei Stunden schlängelte sich der Umzug mit dem von einem Traktor gezogenen Kerbbaum durch den Ort.
Von Markus Jordan
Mörfelden-Walldorf. Wie ein Lindwurm schlängelt sich der Zug zur Mörfelder Kerb durch die oft engen Gassen, an seinem Ende der mächtige Kerbbaum, von einem Traktor gezogen. Ob er auch Feuer speien kann? Dies scheint so, wenn unter lautem Getöse krachender Rockmusik der Wagen der Grewweheiser Kerbborschen vorbeizieht, denn immer wieder stößt er dichte Schwaden von hellem Rauch aus. Eingenebelt sind kleine Kinder zu sehen, die sich die Ohren zuhalten. Aber genauer hingesehen, tauchen in dem Umzugswagen feiste Kerbborschen auf und präsentieren dem Publikum ihre Bäuche – was die so alles vertragen können.
Angeführt von den für den Kerbbaum verantwortlichen Kerbburschen hat sich am Samstag der Kerbumzug zu seiner ausgedehnten Fahrt durch Mörfelden aufgemacht, zuerst den Kerbbaum zu präsentieren, der dann aufgestellt werden sollte. Direkt anschließend der Wagen der alt gedienten Kerwevadder, als wenn sie die frischgebackenen beaufsichtigen müssten. Aber diese haben sich zumindest gleich in die Herzen der Damen geschmeichelt, die am Wegesrand dem lustigen Treiben zugesehen haben. Einer jeden wurde eine Rose in die Hand gedrückt.
Zwischen den Geschlechterfolgen der Kerbborschenzunft erklingt dann die angemessene Musikbegleitung – vorgetragen vom Blasorchester der Sport- und Kulturvereinigung (SKV) – vorneweg deren Sandhasen, teils mit lustigen Mützen auf dem Kopf oder die ganz Kleinen antreibend. Und immer wieder gellt es dann laut ins Publikum: „Sandhas, hopp hopp!“ Der Kinderchor der SKV hält sein Banner vor sich und die Schwarzbachtrommler wollen aus der Umgebung zumindest musikalisch einen Urwald machen.
Den zuschauenden Kindern muss es schon wie Karneval vorgekommen sein, denn dieses Ereignis hat ihnen präsentiert, was sie von einem Faschingsumzug erwarten können. Es flogen massenhaft Bonbons und andere Leckereien von den Umzugswagen an den Wegesrand und diese wurden von ihnen eifrig eingesammelt.
Aber auch die erwachsenen Zuschauer waren nicht untätig und so zeigte ein Blick in die Vorgärten während des Umzugs die Utensilien, die für eine ordentliche Heckenwirtschaft typisch sind. Da haben Hausfrauen kleine Küchlein gebacken, die liebevoll präsentiert wurden, und nicht wenige hielten Biergläser und Flaschen in ihren Händen, auf Tabletts wurde schweres Gebräu angeboten.
War die Anzahl der Zuschauer beim Kerbumzug zuerst noch recht spärlich, so kamen immer mehr in der Bahnhofstraße hinzu – hier war kaum noch ein Durchkommen. Es wurde ordentlich gefeiert, was unschwer an den bereits geleerten Sektflaschen abzulesen war, die zuhauf auf dem Bürgersteig standen.

Verfasst am: 22.10.2007 |
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| Kerweborsch
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| Letzte Änderung: |
04.09.2010
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Christoph Geiss
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